Peru und Kuba

Mai 16th, 2012

so jetzt bin ich in santiago de cuba…man ist es hier heiss! schon um 8 uhr morgens schwitzt bei jeder bewegung. aber es gibt schlimmeres, z.b. regen und schnee in deutschland, wie ich hoerte :) beim heutigen ersten erkundungslauf durch die stadt habe ich neben extrem abgasverseuchter luft in den strassen bekanntschaft mit einem brasilianer vor einer kleinen kunstausstellung gemacht. nachdem sich noch ein kubaner zu uns gesellt hat, der uns ein bisschen die stadt gezeigt hat (er war zufaellig auch ein reisefuehrer), sind wir in einer bar gelandet, die wie sich rausstellte der ursprung des buena vista social club ist. heute abend treffe ich mich dort mit miro (dem brasilianer) wieder, um ein bisschen der original kubanischen musik zu lauschen, dem Son. wird sicher ganz entspannt! also dann auf bald…

Mai 14th, 2012

ich bin heute in einer stadt namens camaguey angekommen. ist eigentlich nur eine zwischenstation auf dem weg nach santiago de cuba, weil die fahrt dorthin sonst 12 stunden gedauert haette…
ach so, ganz vergessen: gestern habe ich noch eine kleine wanderung zu einem wasserfall in einem nationalpark bei trinidad gemacht. dort gab es auch ein riesiges natuerliches becken zwischen den felswaenden…hat mich ein bisschen an den wildbach in italien erinnert (fuer die die ihn kennen), nur in grossformat! sonst ist nicht mehr viel passiert, ausser dass ich heute morgen geschlagene 2,5 stunden auf das erscheinen des buses warten musste…er hatte wohl eine panne. aber so kann man seine geduld ja auch ein bisschen trainieren, und zeitdruck herrscht bei mir ja eh keiner :) also dann hoffe ich mal, dass der morgige bus nach santiago puenktlicher ist…

Mai 12th, 2012

mittlerweile bin ich schon zwei stationen weiter. die fahrt nach viñales, dem zweiten ort verlief schleppend, da es sich um eine tour mit einem stop in einer rumfabrik handelte…was ich nciht wusste. ausserdem wurde nach 20 min. angehalten und auf weitere fahrgaeste gewartet, die angeblich mit dem taxi nachkommen sollten. nach geschlagenen 40 min und einigen beschwerden ueber den unsinn des ganzen ging es dann weiter – ohne die nachkommenden! in viñales bin ich in einer casa abgestiegen, sehr schoen, und habe mich wegen des heissen wetters erstmal an einen ort mit pool (ein hotel mit super blick ueber das tal) begegen. nach kurzem bin ich mit einem kubaner, der in belgien lebt ins gespraech gekommen. wir haben uns gut verstanden und uns fuer den abend auf der plaza verabredet…allerdings kam er nicht. da er mir auch gesagt hatte dass er mit freunden auf einem provisorischen fussballplatz immer um fuenf fussball spielt bin ich am naechsten dort hingegangen und hab ein bisschen gekickt…man ich bin ausser form, konditionell!! an diesem abend klappte es dann auch mit dem treffen auf dem platz fuer ein glas rum. am naechsten dann gings dann weiter nach trinidad, wo ich jetzt auch noch bin. ist ein sehr gemuetliches staedtchen, in dessen naeh sich einer der schoensten straende kubas befinden soll. da werd ich morgen wohl mal vorbeischauen. ansonsten hab ich mir gerade noch das ueberagende pokalfinale angeschaut :) also dann, mal schauen was die naechsten tage so passiert!

Mai 9th, 2012

heute hatte ich einen fast genau so interessanten tag! nach einer wenig informativen, aber trotzdem interessanten busrundfahrt durch die stadt habe ich mir das museo de la revolucion angeschaut. dort viele interessante dinge ausgestellt und beschrieben, die ueber das hinaus gingen, was man schon vorher haette wissen koennen. spaeter wollte ich dann zum friseur, um die hier herrschende hitze ertraeglicher zu machen. auf dem weg zu dem schon vorher ausgewaehlten ort, bin ich wiederum mit zwei kubanern ins gespraech gekommen. eine dritte hat mich dann zu einem ihr bekannten laden gefuehrt, in dem wohl ausschlesslich kubaner ein und ausgehen. das ergebnis war positiv, und wie sich rausstellte gab es einen peso belohnung fuer sie, da sie einen kunden mitgebracht hatte. spaeter wollte ich eine kleine pause auf einem der hauptplaetze einlegen…alleine ist man hier aber wie mir scheint nie lange – nach kurzer zeit hat sich ein aelterer mann mit gitarre neben mich gesetzt, mit dem ich mich dann ueber eine halbe stunde ueber dies und das unterhalten habe. ich spreche die leute natuerlich immer gerne auf politisches an und was sie von der hiesigen situation halten. es scheint alles nicht sehr gut zu laufen, und auf die frage, was nach den castros kommt gibt es definitiv noch keine antwort. am ende gab es sogar noch ein privates staendchen (der klassiker comandante che guevara). dann noch abendessen mit musik und einen mojito und jetzt ab ins bett um fuer die erste fahrt aus habana raus nach westen fit su sein…hasta luego

Mai 8th, 2012

halli hallo, ein neues update folgt! leider habe ich nur eine halbe stunde, weil ich so eine login karte benutzen mus…allgemein wird sich der internetzugriff in kuba glaube ich etwas schwierig gestalten…wie auch immer!
mein flug nach kuba ging schonmal gut los: nach einer puektlichen ankunft meinerseit und leichter troedelei wurde ich bei der immigracion, nachdem auf dem bildschrim des beamten alles rot geworden war in eine hinterzimmer der polizei gerufen…wie sich rausstellte hatte der alarm etwas mit meinem vor vier jahren in suedamerika gestohlenen pass zu tun, warum erst bei der ausreise etwas gesagt wurde wussten sie allerdings auch nicht. der flug war dann super, ich hatte eine ganze reihe fuer mich allein und konnte mich richtig ausruhen :) hier angekommen war es nach einer interessanten taxufahrt erstmal komisch seit sehr langem mal wieder ganz allein zu sein, auch wenn das hotel sehr schoen ist. ich entschloss mich also einfach rauszuegehen, ohne dass ich irgendeinen plan hatte. nach kursem umherlaufen und einer insegsamt beeindruckend anderenn atmosphaere bin ich in einer seitenstrasse auf eine paar singende maenner gestossen, die mich auch gelich angeprochen haben. nach einem kurzen gespraech habe ich dann gefragt, wo man den guten rum kaufen koenne und einer der maenner (rey) hat mir angeboten mir einen laden zu zeigen. so bin ich dann gleich mit einem waschechten kubaner, der auch noch professioneller saenger ist durch die stadt gezogen und habe, weil er alle musiker in habanas altstadt zu kennen scheint, auch gleich bekanntschaft mit mindestens fuenf gemacht. alle sehr nett und kubanisch :) nachdem ich dann sogar hier die gleich die erste erfahrung mit der polzei gemacht habe (wobei sie eigebntlich den kubaner angehlaten haben und zwar weil es hier ungern gesehen wird, wenn sich kubaner mit touristen unterhalten ) sind wir dann noch etwas essen gegangen. waehrend den gespraechen ueber politik und anderes in kuba und europa habe schon vieles interessantes erfahren und einen ersten einblick in die anderartigkeit des hiesigen lebens erhalten. alles in allem ein sehr gelungener einstieg – die flasche rum ist aber im prinzip noch voll, ich bin heute auch so schon muede genug, mal schauen wie es weiter geht, die zeit hier wird bestimmt super…auch wenn ich mich mittlerweile auch schon sehr auf die rueckkehr zu euch allen freue :)

April 30th, 2012

nach einer guten woche mit der kompletten familie sind wir nun in puno am titicacasee angekommen. zuvor hießen die sttionen lima-cusco-machu picchu-cusco. Nach einer kurzen eingwöhnungszeit in lima hieß es für ab in die höhe, ab nach cusco, ab auf 3200m – und zwar auf einen schlag per flugzeug. selbst wir (die schon leicht akklimatisierten) hatten zunäcst wieder probleme, vor allem wenn hieß treppen hochzusteigen, was in cusco eher nicht als eine ausnahme betrachtet werden kann. dann ging es auch schon weiter nach machu picchu – dieser ort ist einfach faszinierend und hat eine sehr besondere ausstrahlung, auch wenn es für mich schon das zweite mal war. und einen neuen pfad vorbei an im wahrsten sinne des wortes schwindelerregenden abgründen gab es auch noch zu erkunden! zurück in cusco war die idee – nach einigen entscheidungsschwierigkeiten – noch etwas dort zu bleiben. Diese entscheidung wurde aber durch nicht vorhandene hotelkapazitäten rückgängig gemacht, sodass wir am gestrigen abend den nachtbus nach puno genommen haben. Zuvor bestand allerdings noch die gefahr die reise “halb nackt” fortsetzen zu müssen, nachdem eine wäscherei die hälfte unserer sachen nicht wieder finden konnte. nach dreimaligem hin und her rennen und unzähigen treppenauf- und abstiegen ist es dann doch gelungen den großteil der sachen wiederzubekommen. die busfahrt verlief auch glatt, sodass wir heute schon eine kleine bootsfahr auf den see und zu den berühmten schwimmenden schilfinseln unternehmen konnten. nächste station: la paz, bolivien!

April 20th, 2012

nach langer langer zeit mal wieder ein kleiner bericht – ich habe ja jetzt familiäre gesellschaft. wir sind inzwischen, nach einem kurzen aufenthalt in lima in huaraz nagekommen – einem ort auf 3200m höhe in den anden, genauer gesagt zwischen der cordillera blanca und der cordillera negra. gestern haben wir eine tour in luftige höhen gemacht (ca. 5100m)…naja eigentlich waren es eher unluftige höhen, d.h. dünne luft, schweres atmen, kopfschmerzen. kopfschmerzen erstaunlicherweise erst nach rückkehr in den bus, der uns wieder nach hause gebracht hat…bei mir zumindest. Auf jeden fall scheint ein kräftiger coca-tee vor tour start und das konstante kauen von coca-blättern wirklich zu helfen, die symptome der soroche (höhenkrankheit) zu unterdrücken oder zu mildern. Auf jeden fall sind wir heil zurückgekehrt und gönne uns heute einen tag der ruhe in der stadt. angeblich gibt es hier eine straße, die nicht von dem verheerenden erdbeben 1970 zerstört wurde – die ist unser primäres ziel…

April 11th, 2012

nach einer 5 stuendigen radtour durch stadt, verkehr, aber auch ueber stock und stein konnte ich eben sogar deutschen fussball geniessen :-) hier in peru kann man glaube ich, wenn man lust hat, zu jeder tageszeit fussball schauen, u.a. auch die bundesliga! durch perfekte planung, d.h. start der radtour heute morgen um 8, konnte dem unvorhersehbaren ein schnippchen schlagen und dem jetzt seit zwei stunden andauernden regen entgehen.
gestern habe ich eine tour in den colca-canyon gemacht. nachdem ich gehoert hatte, dass es der zweittiefste canyon der welt ist und er 2mal so tief ist wie der grand canyon, waren die erwartungen ziemlich gross. daran gemessen war es vielleicht nicht ganz erfuellend – aber ohne erwartungen war es auf jeden fall super :-) neben der beeindruckenden landschaft gab es naemlich auch kondore, vicuñas, llamas, alpacas und anderes getier zu bestaunen…

April 9th, 2012

nach ein paar tagen ohne internet heute mal ein etwas laengerer bericht! ich nutze die und bin jetzt grad unterwegs…am donnerstag gings los, morgens mit dem zug von lima nach huancayo. wie gesagt ist glaub ich der zweithoechste der welt und es geht auf 4800 oder 5000m. die landschaft war einfach atemberaraubend – und genau das war auch die hoehe. ich hab ab 4000m so langsam gemerkt wie ich schwerer atmen konnte und als wir dann an der hoechsten stelle kurz aussteigen konnten war ich nach 10 schritten schon kaputt und total wirr im kopf, hab mich echt betrunken gefuehlt wegen dem sauerstoffmangel. aber insgesamt gings mir eigentlich gut, einige leute im zug hatten da mehr probleme! dann haben wir noch andere freunde von meinem fernando, meinem gastgeber, getroffen, die auch mit dem zug gefahren sind. bei ankunft war es erstmal etwas stressig wegen der grossen gruppe (wir waren dann zu sechst) – keiner wollte was entscheiden und am ende sind wir nach 45min durch die stadt laufen in einem zimmer (alle sechs!) gelandet, das der familie einer touri fuehrerin gehoert, die wir am bahnhof getroffen hatten. war ne etwas ungemuetliche nacht, aber war schon ok, und was was man als otto-normal-gringo nicht mitkriegen wuerde. naechster tag selbes spiel: wir sind in die oster-fiesta-hochburg ayacucho gefahren, mit dem bus auf einer strasse, die es echt in sich hatte. ( http://www.youtube.com/watch?v=3DiaKBcq8eo ) Im bus haben wir ein maedel kennengelernt, das uns auf nachfrage ein zimmer (wieder fuer alle sechs, aber ohne betten, ohne nichts nur eine kleine matratze fuer mich und fernando, weil wir keine schlafsaecke hatten) in einem haus vermittelt, das ihrer tante oder so gehoert, das aber wohl schon eine art pension ist. Da haben wir dann genaechtigt – nach einem sehr gechillten abend auf der hauptplaza (ist echt eine wunderschoene stadt in den anden). Zusaetlich rasten die leute hier an ostern extrem aus, es gibt die ganze zeit maersche mit musik und tanz und traditionallen klamotten etc. gestern musste ich dann abends schon wieder in den bus und bin jetzt in nazca, wo heute abend mein nachtbus nach arequipa abfaehrt – ne ziemliche odysee, aber es ist es wert. ausserdem ist der bus vernutlich gemuetlicher als die letzten schlafgelegenheiten!

April 2nd, 2012

diese wochenende waren wir in huacho, einer stadt ca. 2 std. nördlich von lima. wir sind von einem studenten, der auch an unseren workshops teilnimmt, eingeladen worden – seine familie hat dort ein kleines haus in der stadt nicht weit vom ozean. als wir am freitag ankamen war es erstmal ein ziemlicher aufwand loszukommen um eeendlich etwas essen zu können, weil ca. jeder zweite den wir in der straße antrafen ein onkel von jorge (dem peruanischen studenten) zu sein schien (heeeey, tio, que tal? …) es war ein wirklich lustiges wochenende, an dem wir an beiden abenden mit jorge und seinem cousin auf der dachterasse saßen und ein wenig gefeiert wurde natürlich auch :-) inklusive köstlicher parillada ma zweiten abend. ein weiterer grund warum wir dort waren, war die besichtigung einer uralten preinkaischen kultur, bzw. ihrer hinterlassenschaften. nahe der stadt caral wurde vor ca. 15 jahren eine teilweise erhaltene ruinenstadt entdeckt, mit einigen pyramiden, wohnhäusern, kleinen plätzen und tempeln. es hat sich harusgestellt, dass diese kultur ca. 5000 jahre alt ist und somit die älteste auf dem (süd-)amerikanischen kontinent. war sehr beeindruckend, allein schon wegen der vorstellung der zeitlichen distanz. außerdem fand man sich mitten in der wüste wieder, dünen und kakteen inbegriffen. jetzt heißt erstmal etwas schlaf nachholen und die letzten drei workshoptage durchstehen…

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